Phlebologie:

Die Phlebologie beschäftigt sich mit den Veränderungen und Erkrankungen des Venensystems, insbesondere mit:

  • Besenreiser- Diese stellen streng genommen keine Erkrankung, sondern ein kosmetisches Problem dar, da sie normalerweise nicht zu Beschwerden führen. Sie können jedoch einen Hinweis auf Veränderungen auch in größeren Venen darstellen und sollten deshalb zu einer Untersuchung der Beinvenen Anlaß geben. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

  • Krampfadern: Typisch sind neben den sichtbar geschlängelt heraustretenden Venen an den Beinen Symptome wie schwere Beine, Einschneiden der Socken, Entstehung von Ekzemen oder Pigmentstörungen an den Unterschenkeln (Stauungssymptome). Krampfadern stellen eine ernstzunehmende Erkrankung dar, kein bloßes kosmetisches Problem. Folgen können eine chronische Venenschwäche oder sogar ein offenes Bein sein.

 

  • Chronisch-venöse Insuffizienz: Hierbei sind die tiefen Venen geschädigt. Es treten ebenfalls Stauungssymptome auf. Die Erkrankung ist meistens Folge einer lange Jahre unbehandelten Krampfadererkrankung, aber auch einer Thrombose und selten ohne vorausgehende Erkrankungen auftretend.

 

  • Thrombosen: Dabei handelt es sich um den kompletten Verschluss einer oder mehrerer tiefer Beinvenen durch ein Gerinnsel. Kardinalsymptome sind plötzlich auftretende Schmerzen im Bein sowie meistens eine Schwellung des Unterschenkels und Fußes der betroffenen Seite. Risikofaktoren stellen neben längeren Bus- und Flugreisen auch Verletzungen mit Bewegungseinschränkung, die Einnahme der Pille sowie starkes Übergewicht dar. Wegen der Möglichkeit einer schwerwiegenden Lungenembolie sollte ein Thromboseverdacht dringend weiter abgeklärt werden.

 

  • Offenes Bein (Ulcus Cruris): Diese können ganz verschiedene Ursachen haben (arterielle oder venöse Durchblutungsstörungen, Infektionen etc.), an denen sich die Behandlung ausrichtet. Neben der Anwendung moderner Wundversorgungsverfahren lege ich deshalb großen Wert auf die Ursacheneingrenzung und ggf. weiterführende therapeutische Maßnahmen.

 

  • Post-thrombotisches Syndrom:  Chronisches Stauungssyndrom als Folge von Thrombosen.

 


 

Diagnostik:

In den meisten Fällen werde ich Ihnen nach der klinischen Untersuchung eine schmerzlose Ultraschalluntersuchung der Blutgefäße empfehlen.  In einigen Fällen sollte auch eine Röntgenuntersuchung der Venen erfolgen.

 

Therapie:

Diese muß individuell je nach Ergebnis der Untersuchungen besprochen werden. In den meisten Fällen ist eine Kompressionsstherapie mittels Kompressionsstrüpfen oder –verbänden vorübergehend oder dauerhaft indiziert. Größere Krampfadern sollten nach Möglichkeit operativ entfernt werden, bei kleineren Krampfadern kann wie bei Besenreisern auch zunächst eine Verödung versucht werden. Nach Thrombosen kommen in der Regel auch so genannte „blutverdünnende“ Medikamente zu Einsatz.