Untersuchung zur Früherkennung von Hautkrebs:

Hautkrebs nimmt weltweit an Häufigkeit zu. Ein Grund dafür liegt im zum Teil ungezügelten Umgang mit der Sonne in den vergangenen Jahrzehnten. Sonnenbräune gilt immer noch als ein Marker für Gesundheit und ist ein Statussymbol für einen perfekten Urlaub.

Die meisten Hautkrebsformen – auch der sog. „schwarze Hautkrebs“, das maligne Melanom – sind bei einer frühzeitigen Erkennung heilbar.

Früherkennung setzt jedoch 2 Dinge voraus:

a) möglichst langjährige Erfahrung in der Diagnostik von Hautkrebs und

b) den Einsatz moderner Medizintechnik zur auflichtmikroskopischen Beurteilung der Feinstruktur bzw. sogar Verlaufskontrolle von pigmentierten und nicht pigmentierten Malen.

Im Rahmen einer – möglichst jährlichen - hautfachärztlichen Vorsorgeuntersuchung, die neben einer gezielten Erfassung aller Risikofaktoren in Ihrer Vorgeschichte eine klinische und auflichtmikroskopische Diagnostik von Pigmentmalen und anderen Veränderungen am gesamten Hautorgan umfasst, können differenzierte Aussagen zu ihrem individuellen Risikoprofil gemacht bzw. rechtzeitig die entsprechende Behandlung eingeleitet werden.


Die Untersuchung ist schmerzfrei.

Wir führen diese Untersuchung in unserer Praxis mittels modernster videoauflichtmikroskopischer Technik (Fotofinder) in 20 bis 70facher Vergrößerung der Muttermale durch und untersuchen Sie gründlich vom Zeh bis zur Kopfhaut in den für Ihr individuelles Risikoprofil empfehlenswerten Intervallen - für Ihre Sicherheit !


Video-Auflicht-Mikroskop

Videoauflichtmikroskop

 

"Aber diese Untersuchung ist doch jetzt auch Kassenleistung"  - Wahrheit und Märchen..


Eine Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von Hautkrebs wurde zum 1.7.2008 als Leistung gesetzlicher Krankenkassen eingeführt. Anspruchsberechtigt sind Versicherte ab 35 Jahren alle 2 Jahre. Durchführen dürfen die Untersuchung Hautärzte und Hausärzte nach kurzer Schulung zur Kassen-Dokumentation und Beantragung einer Genehmigung bei der zuständigen kassenärztlichen Vereinigung.

Wie sieht die Kassenuntersuchung aus ?

Im Rahmen einer vorgegebenen Zeit von ca. 16 Minuten soll Ihr Arzt mit seinem blossen menschlichen Auge Ihre gesamte Haut inklusive Fußsohlen, Zehenzwischenräume, Kopfhaut, Mundschleimhaut sorgfältig betrachten. Stellt er potentiell verdächtige Flecke fest, müssen diese für eine feingewebliche Untersuchung herausgeschnitten werden. 

Eine Auflichtmikroskopie - obgleich fachlich essentiell für die Früherkennung - ist dabei nicht vorgesehen.

 

Patientin mit multiplen Muttermalen

 

Eines davon am rechten Unterschenkel ist ein frühes Melanom - nur auflichtmikroskopisch sichtbar

 

 

Was bedeutet das ?

Statistisch gesehen müssen bei einer Untersuchung mit blossem Auge 1728 Muttermale herausgeschnitten werden, um einen einzigen schwarzen Hautkrebs zu finden. Einmal ganz abgesehen von den sinnlosen Operationskosten bedeutet dies auch 1727x unnötige Narben und Schmerzen für die betreffenden Patienten - streng genommen Körperverletzung. Wie viele Frühmelanome wie im obigen Beispiel mit blossem Auge nicht entdeckt werden, darüber gibt es keine Statistik. Eine aktuelle Analyse wies jedoch nach, daß die Treffsicherheit mit Auflichtmikroskop 30x höher ist als ohne dieses Hilfsmittel.

Ärztliche Berufshaftpflichtversicherer fordern daher sogar, jeden Patienten über die Möglichkeit und Notwendigkeit einer Auflichtmikroskopie schriftlich aufzuklären.

Ein starres Untersuchungs-Intervall von 2 Jahren kann zudem keine individuelle Risikostrukur z.B. bei Muttermal-Dysplasiesyndrom berücksichtigen. Für manche Patienten kann es nach 2 Jahren schon zu spät sein.

Zudem braucht ein Facharzt oft Jahre, um seine "Trefferquote" in der Melanomdiagnostik zu vervollkommen - dies soll nun für Fachfremde nach eine wenige Stunden dauernden Schnellkurs möglich sein ?

Bitte vergleichen Sie ggf. auch, ob im Rahmen der Untersuchung die vorgesehene Zeit oder diese Gründlichkeit wirklich für Sie aufgewendet wurden.